Abschreckverfahren

Verfahren zur Untersuchung der Erstarrungsmorphologie.

Die Struktur einer Legierung hängt von den Abkühlungsbedingungen ab, in der Regel ist das Gefüge bei schneller Abkühlung feiner ausgebildet als bei langsamer Abkühlung. Bei diesem Verfahren werden die Proben der Legierungen im Verlauf der Erstarrung abgeschreckt und metallografisch ausgewertet.

Der Teil des Gefüges, der bis zum Zeitpunkt des Abschreckens gewachsen war, kann gegenüber dem schneller gewachsenen "Abschreckgefüge" abgegrenzt werden. Somit liefert das Abschreckverfahren sehr anschauliche Bilder vom Erstarrungsablauf einer Legierung. Das gilt hier auch im Gegensatz zum Ausfließverfahren für die endogenen Erstarrungstypen. Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens ist die Tatsache, dass es die Gestalt der erstarrenden Kristalle sichtbar macht und außerdem sind quantitative Aussagen möglich. Neben Form, Größe und Verteilung kann auch der Flächenanteil (und damit der Volumenanteil) der wachsenden festen Phase ermittelt werden (nach S. Engler, P. Reisener).

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