Äquivalentdosisleistung

Die Äquivalentdosisleistung berücksichtigt die biologische Wirksamkeit von Strahlung. Für Gammastrahler kann man sie nach folgender Formel (s. Glg. 1) abgeschätzt werden.

Glg. 1
H = frac {Gamma_H cdot A}{r^2}

H = Äquivalentdosisleistung; ΓH = Äquivalentdosisleistungskonstante (die SI-Einheit ist Gy·m2·s-1·Bq-1); r = Abstand von der Strahlenquelle; A = Aktivität des Gammastrahlers

Unter der Äquivalentdosisleistungskonstante versteht man im Strahlenschutz oder der Dosimetrie eine für Radionuklide spezifische physikalische und berechnete Konstante. Die Konstante stellt eine Beziehung zwischen der Aktivität von radioaktiven Strahlern und den in einem bestimmten Abstand von ihnen erzeugten Strahlendosen her. Dabei wird allgemein vorausgesetzt, dass

  • die Strahlenquelle punktförmig ist
  • die Schwächung des Strahlenbündels, d. h. Absorption und Streuung, vernachlässigbar ist
  • das Abstandsquadratgesetz gilt.

H ist eine Funktion der Zerfallsenergien, der Übergangswahrscheinlichkeiten und des Massenschwächungskoeffizienten des absorbierenden Objekts (für Beta-Strahler ist H ungefähr 0,16 bis 0,18 Gy · m2 · s-1 · Bq-1). Darüber hinaus gibt es auch Dosisleistungskonstanten für Röntgenstrahler, wobei hier aber die Beziehung zum Röhrenstrom hergestellt wird.

(siehe auch Äquivalentdosis, Sievert)

Literatur:

siehe unter dem Stichwort Aquivalentdosisleistung in wikipedia

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