Ätzen

Herausarbeiten von einzelnen Gefüge-Bestandteilen an polierten metallischen Proben (metallografischen Schliffen).

Beispielsweise können als Bestandteile gemeint sein: Karbide, das Matrixgefüge (die Gefügegrundmasse), die Korngrenzen, diverse Mischkristallphasen, nichtmetallische Einschlüsse, intermetallische Phasen, Seigerungen und dergleichen mehr.

Prinzipiell unterscheidet man Ätzmethoden ohne Veränderung der Schlifffläche, dazu gehört das optische Ätzen (Dunkelfeld, polarisiertes Licht, Phasenkontrast) und mit Veränderung der Schlifffläche wie das elektrochemische Ätzen (anodisches Ätzen, potentiostatisches Ätzen, klassisches chemisches Ätzen) und das physikalische Ätzen (Ionenätzen, Aufdampfen von Interferenzschichten, thermisches Ätzen).

Das klassische chemische Ätzen ist die älteste Schliff-Kontrastierungsmethode und wird daher ganz allgemein auch als Ätzen bezeichnet. Die verschiedensten Ätzmittel greifen die Gefügebestandteile wegen deren unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung unterschiedlich stark an und erzeugen so eine Kontrastbildung und Sichtbarmachung der Gefügestrukturen, wie sie sich dann bei Betrachtung mit dem Mikroskop bei entsprechender Vergrößerung zeigt.

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