Anblasen

Inbetriebnahme eines Kupolofens.

Wenn der Füllkoks durchgebrannt ist und wieder auf die erforderliche Höhe aufgefüllt ist, hat sich ein kurzes Durchblasen vor Aufgabe der Gattierung als vorteilhaft erwiesen. Man lässt das Gebläse etwa 3 bis 5 Minuten mit ca. 30 % der normalen Leistung arbeiten um den beim Anwärmen des Ofens in den kälteren Zonen und im noch nicht glühenden Koks enthaltenen Schwefel und die lose, nicht gesinterte Koksasche heraus zu blasen. Dadurch vermindert sich der Schwefelgehalt des ersten Eisens.

Nach der Prüfung der Füllkokshöhe, und wenn der Füllkoks gut durchgebrannt ist, d. h. die oberste Koksschicht eine kirschrote Farbe angenommen hat, können bei abgestellten Gebläse die vollständigen Sätze von Koks, Eisen und Zuschlägen aufgegeben werden. Wenn der Ofen vollständig gefüllt ist beginnt das eigentliche Anblasen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Eisen bereits vom ersten Abstich an die geforderte chemische Zusammensetzung und Temperatur hat.

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