Dispergierung

Aufschließen des Bentonits auf seine Primärstruktur.

Die Dispergierbarkeit der Bindetone wird neben genetisch bedingten Einflussgrößen und der Qualität der Rohbentonite vor allem durch die Art und Intensität der Aufbereitung der Bindetone beeinflusst. Eine Dispergierung von Partikelagglomeraten ist prinzipiell auf folgenden Wegen möglich:

  • Druck- bzw. Scherbeanspruchung zwischen zwei Flächen
  • Prall der Agglomerate auf eine Fläche oder gegeneinander
  • Zerteilung durch das umgebende Medium in einem laminaren oder turbulenten Scherfeld
  • Aufteilung durch kurzzeitige Druckwellen-Ultraschallbehandlung
  • Zerteilung durch nichtmechanische Energiezufuhr

Diese Beanspruchungsmechanismen sind denen einer Teilchenzerkleinerung ähnlich, allerdings bei wesentlich geringerer Intensität. Bentonite, die bereits bei einer geringen Dispergierungsintensität (entspricht einer weichen Formstoffaufbereitung) eine optimale Aufteilung der Agglomerate erreichen, sind als leicht dispergierbar anzusehen. Dagegen benötigen schwer dispergierbare Bentonite eine hohe Dispergierungsintensität (harte Formstoffaufbereitung), um ausreichende Formstoffeigenschaften zu erreichen.

Weiterführende Stichworte:
Bentonitsand
Kalziumbentonit
Natriumbentonit
Sandaufbereitung
Unteraufbereitung
Wyoming-Bentonit

Zurück zur Übersicht