Erstarrungsschrumpfung

Volumenabnahme beim Übergang vom flüssigen in den festen Zustand (s. Erstarrung), deren direkte Folge ein Volumendefizit in Form von Porositäten und Lunkern darstellt (Bild 1).

Das durch Schrumpfung verursachte Volumendefizit wird beim Gießprozess durch Nachspeisen kompensiert, vorausgesetzt dass alle Bereiche des Gussteiles noch nicht durch vorerstarrte Schmelze blockiert sind. Durch die Gestaltung des Gussteils sollten örtliche Materialanhäufungen in entlegenen Partien vermieden werden. Solche Bereiche lassen sich durch Simulationsrechnungen des Erstarrungsprozesses heute finden und können gegebenenfalls durch geänderte Anschnittechnik beseitigt werden. Dennoch ist die Produktionskontrolle auf Lunker (z. T. radioskopisch) bei hochwertigen Teilen erforderlich.

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