Feuerfeste Werkstoffe


Oberbegriff für keramische Werkstoffe mit hohem Schmelz- bzw. Erweichungspunkt, hoher Temperaturwechselbeständigkeit und guter chemischer Beständigkeit.

Nach internationaler Festlegung (ISO, EN, DIN) handelt es sich bei feuerfesten Erzeugnissen (ff-Erzeugnisse) um nichtmetallische keramische Werkstoffe, deren Erweichungspunkt (sog. Segerkegelfallpunkt) unter Temperatureinwirkung und nach genormten Prüfverfahren (DIN 51060) über 1500 °C liegt.

Erweicht der Probekörper über 1800 °C spricht man von hochfeuerfesten Werkstoffen. Je nach Anwendungs- und Einsatzzweck halten feuerfeste Erzeugnisse Temperaturen bis zu 2500 °C stand. Je nach den thermischen, chemischen und mechanischen Beanspruchungen, denen sie standhalten müssen, verwendet man tonerdereiche Steine, Schamotte, saure oder basische Erzeugnisse, Tondinas, Kohlenstoffsteine, Silikaprodukte und Sondererzeugnisse.

Detaillierte Kennwerte zu feuerfesten Erzeugnissen sind in SEW 912-917 zusammengestellt. Je nach Anwendung kommen geformte feuerfeste Erzeugnisse (Bilder 1 und 2) wie beispielsweise Steine, Platten, Formteile, Schmelztiegel, Stopfen, Rohre usw. und ungeformte ff-Erzeugnisse (Mörtel, Beton, Zemente, Massen usw.) zum Einsatz.

Bild 3: Feuerfeste Werkstoffe, (Foseco Foundry Division Vesuvius GmbH)

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