Formstoffbilanz

Hilfsmittel zur Ermittlung zahlreicher Kennwerte über die Zusammensetzung des Sandhaushaltes.

Mit der Bilanz wird die Vergangenheit betrachtet, indem für 20 bis 30 Werktage alle Materialströme kumuliert werden. Dies betrifft beim Guss die vergossenen Eisenmenge sowie die in den Sandstrom zulaufende Kernsandmenge. Weiterhin werden die Gesamtverbräuche aller Zuschlagstoffe wie z. B. Bentonit, Kohlenstaub und Neusand (s.a. Neusandzusatz, Formstoffzusatz).

Dabei beziehen sich die wesentlichen Kennwerte (Verschleißfaktoren für Bentonit und Kohle) immer auf die Menge vergossenen Eisen und auf das Sand - Eisenverhältnis. Durch Auswertung der Formstoffbilanz ist die präventive Steuerung des gegenwärtigen Formsandsystems in Abhängigkeit der jeweiligen Gusssortimente möglich.

Die Ermittlung der Formstoffbilanz dient dem Ziel eine gleichmäßige, den Anforderungen entsprechenden Zusammensetzung des Sandhaushaltes zu gewährleisten. In der Praxis werden auch weitergehende Effekte, wie Staubaustrag, Wandstärke der Gussstücke oder Zahl der Sandumläufe aufgenommen, um über immer komplexere Bestimmungsformeln den geeigneten Rezeptansatz zu finden.

Weiterführende Stichworte:
Formsandprüfung
Formstoffmanagement
Formstoffsteuerung
Kernaltsand
Sandaufbereitung
Sandregenerierung
Umlaufsand

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