Gießbarkeit

Eignung eines flüssigen Gießwerkstoffes zur Herstellung von Gussteilen, wobei die Beurteilung der Gießbarkeit im Allgemeinen nach seinem Fließvermögen und Formfüllungsvermögen, seinem Erstarrungsverhalten und Schwindungsverhalten (s. Erstarrungsschrumpfung, Schwindung) sowie seiner Neigung zu Metall-Formstoff-Reaktionen beurteilt wird.

Für Nichteisen-Werkstoffe können außerdem noch die Neigung zur Oxidation und Schaumbildung sowie die Warmrissbildung (Heißrissbildung)beurteilt werden.

In jedem Fall ist die Gießbarkeit stark von der jeweiligen Legierung (unter- oder übereutektisch), der Gießtemperatur, des Formverfahrens und Gießverfahrens, der Wanddicken und dergleichen abhängig.

Eutektische Legierungen (siehe Eutektikum) und reine Metalle haben die beste Gießbarkeit, da hier die Erstarrung bei konstanter Temperatur erfolgt und kein Erstarrungsintervall vorliegt.

Weiterführende Stichworte:

Formfüllzeit
Formfüllzeit beim Druckgießen

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