Härteumwertung

In der Praxis ist es oft erforderlich, einen vorgegebenen Härtewert durch einen nach einem anderen Härteprüfverfahren ermittelten Härtewert zu überprüfen. Diese Notwendigkeit kann sich durch verschiedene Faktoren ergeben wie der Probendicke, der Probengeometrie, der Oberflächenqualität oder auch der zur Verfügung stehenden Härteprüfmaschine.

Die Härteumwertung wird unter anderem auch verwendet um Rückschlüsse über mechanische Eigenschaften eines Werkstoffes zu ziehen. So kann man zum Beispiel durch den mittels Härteprüfung ermittelten Kennwert die Zugfestigkeit ableiten. Dadurch ist ein aufwendiger Zugversuch nicht notwendig.

Alle möglichen Härteumwertungen sind empirisch bestimmt und in den Normen DIN EN ISO 18265 und ASTM E140 festgehalten. Man muss beachten, dass eine Härteumwertung nur bei genau gleichen Werkstoffen möglich ist. Daher gibt es in den Normen auch mehrere Tabellen die nur für die genannten Werkstoffe gültig sind. Ergänzend ist zu erwähnen, dass die Umwertung nur von informativem Charakter ist und nicht als Ersatz für direkte Härteprüfung dient.

Neben Härtevergleichstabellen, welche nur einen Ausschnitt aus den Normen beinhalten, gibt es inzwischen auch eine App, die alle Tabellen der beiden Normen beinhaltet. So kann man auf einfache und schnelle Art zu seiner gewünschten und stets aktuellen Umwertung kommen.

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