Hammerschlaglack

Lackierung mit einem speziellen Lack, der beim Trocknen den optischen Eindruck einer durch viele Hammerschläge bearbeiteten und strukturierten Oberfläche erzeugt (Bild 1).

Die schwach irisierenden Bereiche entstehen durch die unterschiedliche Ausrichtung kleinster, glänzender Glimmerplättchen, die im Hammerschlaglack suspendiert sind. Glimmer ist chemisch inaktiv und sehr beständig. Die Hammerschlaglackierung wird vor allem als Mittel zur Verschönerung von Gussteilen und weniger als Schutzlack verwendet. Der optische Vorteil der Hammerschlaglackierung liegt darin, dass die lackierte Oberfläche auch dann noch gut aussieht, wenn die Gussteiloberfläche selbst nicht ganz glatt und regelmäßig ist. Um den gleichen optischen Effekt bei einer Glattlackierung zu erreichen, müsste die Gussteiloberfläche oft nachbearbeitet werden.

Bei einer Hammerschlaglackierung entfällt dieser Arbeitsschritt. Darüber hinaus wird die Haltbarkeit des Anstrichs aufgrund des Glimmers erhöht. Der Glimmer schützt die darunterliegenden Bindemittel vor UV-Strahlung und beugt einer schnellen Alterung vor. Hammerschlaglacke können durch die Beimengung verschiedener Zusatzstoffe auch relativ hart und kratzfest hergestellt werden. 

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