Impulsverdichtung

Zur Herstellung kastengebundener Formen aus bentonitgebundenen Formstoffen eingesetztes modernes Formverfahren. Dabei wird Druckluft als Druckmedium verwendet, die früher eingesetzte Gasimpulsverdichtung wird heute nicht mehr verwendet.

Die lmpulsverdichtung gehört zu den dynamischen Verdichtungsverfahren, bei denen die Krafteinwirkzeit auf den Formsand 0,01 bis 0,02 s nicht übersteigt. Die im Formstoff zur Verdichtung wirkenden Druckspannungen nehmen sehr rasch zu, klingen aber genauso rasch wieder ab. Das Verdichtungsprinzip der Formmaschine beruht auf der Beschleunigung des Formstoffes und dem nachträglichem Abbremsen auf der Modellplatte. Ein großer Druckgradient des Verdichtungsmediums Druckluft über der Formstoffsäule ist der entscheidende Faktor bei der Impulsverdichtung.

Die Erzeugung des notwendigen Druckgradienten wird durch kurzzeitiges Öffnen eines Ventils erreicht. Dabei wird die vordosierte Formstoffmasse mit einem Druckluftstoß beaufschlagt, vom Formrücken ausgehend beschleunigt und beim Abbremsen am Modell verdichtet. Der maximale Luftdruck für die Verdichtung beträgt 6 bar. Der Grad der Verdichtung kann durch Änderung des Druckes gesteuert werden.

Weiterführende Stichworte:
Formstoffverdichtung
Stampfen
Verdichtbarkeitsprüfung

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