Kaltblasen

Unter Kaltblasen versteht man eine Störung im Kupolofen, bei der festes Gattierungsgut (siehe Gattierung) vor den Winddüsen liegt, was durch ein Absinken der Füllkokssäule bis unterhalb der Düsen entsteht.

Der Grund für das Absinken der Füllkokssäule kann eine übermäßige Zufuhr von Wind (siehe Windmenge) sein, oder durch Gattieren von zu wenig Satzkoks auftreten.

Das Kaltblasen macht sich vorher durch ein starkes Ansteigen der Schmelzleistung sowie durch einen erhöhten Abbrand an Eisenbegleitelementen und Eisen bemerkbar. Das Eisen selbst ist dabei "überblasen", d. h. es hat einen hohen Gehalt an Sauerstoff, der porösen Guss ergeben kann. Die Schlackenfarbe erscheint dabei dunkler, und die Schlackenmenge wird größer.

Ein erfahrener Ofenmann kann bei offenem Schlackenloch an der Farbe der austretenden Flamme den Beginn des Kaltblasens leicht feststellen. Beim Kaltblasen hilft nur, den Ofen mit geringerer Windmenge zu betreiben und sofort Zwischenkoks nachzusetzen. Sobald das Koksbett durch den Zwischenkoks seine normale Höhe erreicht hat, kann der Ofen normal betrieben werden.

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