Kühlstrecke

Die Kühlstrecke ist ein Bestandteil einer automatisierten bzw. mechanisierten Formanlage, die im Anschluss an die Gießstrecke installiert wird und bis zum Ausschlagrost reicht bzw. als Kühlfördersystem die Gussteile zwischen dem Gießprozess und den weiteren Bearbeitungsschritten auf eine Zieltemperatur abkühlt.

Auf einer Kühlstrecke werden i.d.R. die noch heißen und zuvor abgegossenen Formen so weit abgekühlt, dass sie ausgeleert werden können. Viele Kühlstrecken sind mit Dunstabzugshauben oder mit Kühltunnels zum Einblasen von Kühlluft versehen. Beispielhaft ist in Bild 1 ein komplett eingehaustes Kühlfördersystem dargestellt, in der der abfallende Sand in Tassen gesammelt und zentral entleert wird (Technische Daten in Tabelle 1). Dabei werden die heißen Gussteile in gekantete Blechtassen abgelegt (Bild 2) und mittels Hubgerät in die obere Etage befördert. Anschließend durchlaufen die Gussteile die Einrichtung etagenweise von oben nach unten und kühlen währenddessen entweder an Umgebungsluft oder mit Unterstützung einer Zwangskühlung ab.

Kühlstrecken und Kühltunnels können aber auch zwischen Ausschlagrost und Putzerei installiert sein, wenn die vom Formsand befreiten und ausgeschlagenen Gussstücke abgekühlt werden müssen; dabei dient ein Stabfördersystem (Bild 3) oder eine Tassenförderanlage, ein Band- oder Schwingförderer zum Transport der Gussstücke, die auf dieser Strecke beim Durchlauf durch den Kühltunnel durch Einblasen von Kühlluft (meist) auf Temperaturen unter 100 °C abgekühlt werden.

Weiterführende Stichworte:
Abkühlungsspannung
Altsandkühlung
Sandkühler

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