Laserhärten

Oberflächenhärtung mit dem Laserstrahl.

Die Werkstückoberfläche wird mit einer Temperaturanstiegsgeschwindigkeit von > 1000 K/s auf Austenitisierungstemperatur erwärmt. Dies erfolgt kontrolliert bis nahe an den Schmelzpunkt ohne ihn jedoch zu erreichen. Die Haltezeit beträgt dabei 10-3 bis 10s. Die Abkühlungsgeschwindigkeit wird durch die Wärmeableitung in das Werkstück bestimmt, wobei im Normalfall unter atmosphärischen Bedingungen gearbeitet wird. Die tiefer gelegenen Werk- oder Gussstückbereiche bleiben kalt, so dass an der aufgeheizten Oberfläche Selbsthärtung ohne Notwendigkeit des Abschreckens eintritt. Aus diesem Grund lässt sich Härteverzug (siehe Härtespannung) weitestgehend vermeiden, auch ist in der Regel keine Nachbearbeitung mehr erforderlich.

Die sich bildende geringe Oxidschicht ist unbedeutend und kann bei Bedarf leicht entfernt werden. Das Gefüge ist beim Laserhärten im Vergleich zu anderen Härtungsverfahren (s. Härten) deutlich feinkörniger ausgebildet, die Härtewerte liegen an der Obergrenze der durch Martensitbildung erzielbaren Härten. Die maximal erzielbaren Härtungstiefen sind materialabhängig und bis ca. 1,5 mm möglich.

Film 1: Laserhärten, Quelle: ALOtec GmbH, Dresden

Weiterführende Stichworte:
Brennhärten
Einsatzhärten
Elektronenstrahlhärtung
Flammhärten
Induktionshärten
Nitrierhärten
Tauchhärten
Warmbadhärten

Film 1
Zurück zur Übersicht