Luftfeuchte

Die Luftfeuchte ist der verdunstete Wasseranteil in der Luft, der nicht sichtbar ist und wird als relative (0 – 100 %) und absolute (Wert in Gramm bezogen auf einen m³ Luft) Feuchtigkeit angegeben.

Sobald die Sättigung überschritten wird, wird das verdunstete Wasser als Dampf sichtbar. Verdunstungen finden bei jeder Temperatur statt, nur sie verlaufen langsamer und in kleineren Mengen. Daher ist der Trocknungsprozess an der "frischen Luft" kein schneller Vorgang wie die Verdampfung des Wassers bei Temperaturen über 100 °C.

Da das Wasseraufnahmevermögen der Luft mit steigender Temperatur nicht linear wächst, haben sich die Angaben der relativen und absoluten Luftfeuchte eingebürgert. Beide Angaben berücksichtigen immer die Temperatur. So bedeuten z. B. 100 % Luftfeuchte bei 30 °C gleich 30,35 g Wasser/m³ Luft oder bei 70 °C gleich 198,10 g Wasser/m³ Luft.

Wichtig sind diese Angaben beispielsweise für die Projektierung eines Altsandkühlers oder eines Trockners. Beide benötigen Luft um das zu verdunstende Wasser sicher aufnehmen zu können, die Bedarfsmenge für eine ausreichende Kühlung bzw. Trocknung wird aus diesen Angaben bestimmt. Luftfeuchtigkeitsmessgeräte sind kalibrierfähig, jedoch ist ihr Einsatz in der rauhen Umgebung der Gießerei nicht möglich, da durch das hohe Staubaufkommen die Sensorik schnell zerstört wird (s. Luftfeuchtesensor).

Weiterführende Stichworte:
Befeuchtungsgrad
Feuchtemessung
Feuchtigkeit
Materialfeuchte
Sandfeuchtigkeit
Sandkühler






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