Paketieren

Hydraulisches Zusammenpressen von Spänen, Schrott oder Metallabfällen zu Paketen für den Einsatz in Schmelzöfen jeglicher Art.

Ein typisches Szenario ist die Trockenbearbeitung von Aluminium, bei der ständig große Mengen von Spänen anfallen. Die Brikettierung dient hier in erster Linie der Volumenreduzierung (Bild 1). Ein anderer Vorteil entsteht bei der Nassbearbeitung von Aluminium. Neben der Volumenreduzierung kann der Anwender auch das im Spanvolumen gebundene Kühlschmiermittel zurückgewinnen.

Nasse Aluminiumspäne können bis zu 25 Gewichtsprozente Kühlschmierstoff enthalten. Reines oder niedrig legiertes Aluminium lässt sich im Allgemeinen einfach brikettieren. Bei Knetlegierungen reicht bereits ein niedriger Pressdruck von etwa 1.700 kg/cm² aus, um ein stabiles Brikett zu erzeugen. Dessen Dichte liegt dann bei etwas über 2,0 kg/dm³. Bei höherem Drücken von etwa 3.700 kg/cm² lassen sich Brikettdichten bis 2,60 kg/dm³ erzielen. Bei Anwendungen dieser Art ist es möglich, das Volumen des Rohmaterials, abhängig von der Spanform, bis auf das 20-fache zu reduzieren.

Eine größere Herausforderung an Brikettiermaschinen (Bild 2) stellt siliziumlegiertes Aluminium dar. Für diese Gusslegierungen gilt: je höher der Si-Anteil, desto größer muss der Pressdruck sein. Dieser Effekt macht sich bereits ab einem Si-Anteil von etwa 6 % bemerkbar. Gebräuchliche Gusslegierungen haben einen Si-Anteil von bis zu 12 % (s. Aluminium-Kokillengusslegierungen), in einzelnen Fällen sogar bis zu 17 %. Bei der Brikettierung von solchen Spänen ist einen Pressdruck von 3.000 kg/cm² erforderlich, um einen stabilen Pressling mit einer Dichte von 2,0 kg/dm³ oder höher zu erzeugen. Mit diesem oder noch höherem Pressdruck ist oft auch eine Dichte im Brikett von 2,4 kg/dm³ oder darüber möglich.

Zurück zur Übersicht