Partialdruck

Er stellt denjenigen Druck dar, den ein Gas entsprechend seiner Fraktion in einem Gasgemisch einnimmt und errechnet sich aus seinem Volumenanteil und dem Gesamtdruck, unter dem das Gasgemisch steht. Dieser Zusammenhang wird im Dalton-Gesetz (Glg. 1) der Partialdrücke näher ausgeführt.

Das Dalton-Gesetz (Daltonsche Gesetz oder auch Gesetz der Partialdrücke) besagt, dass der Gesamtdruck pGesamt eines Gasgemisches gleich der Summe aller Partialdrücke pI der einzelnen Gase (bei idealen Gasen) ist.

Eq. 1: p_text{Gesamt} = sum_{i=1}^k p_i


Durch Umformung folgt Glg. 2:

 

Eq. 2: V_text{Gesamt} = sum_{i=1}^k V_i.

 


Der Partialdruck eines Gases kann durch Verminderung entweder des Gesamtdruckes oder seines Volumengehaltes gesenkt werden. Davon wird beispielsweise bei Schmelzebehandlungen Gebrauch gemacht, um ein im flüssigen Metall gelöstes Gas zu entfernen. Eine Verminderung des Gesamtdruckes bedeutet praktisch eine Schmelzebehandlung oder ein Gießen im Vakuum (Grobvakuum).

Weiterführende Stichworte:
Vakuummetallurgie
Rotorentgasung

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