Querkontraktion

Deformation eines festen Körpers. Unter dem Einfluss einer Zug- bzw. Druckkraft reagiert der Körper in Richtung Kraft mit einer Längenänderung Δl, senkrecht dazu mit einer Verringerung oder Vergrößerung seines Durchmessers um Δd. Somit ist die Querkontraktion die beim Zugversuch als Folge der elastischen Verlängerung des Probestabes auftretende Durchmesserabnahme (Glg.1):

Glg. 1:
varepsilon_q = frac{Delta D}{D}

Εq = Querkontraktion; D = ursprünglicher Durchmesser des Probestabes in mm; ΔD = Durchmesseränderung in mmIn diesem Zusammenhang wird das Verhältnis von Querkontraktion zur Dehnung ε (Längsdehnung) als Poisson-Zahl (Querkontraktionszahl) ν (vereinzelt auch mit µ) bezeichnet Glg. 2):

Glg. 2:
v = frac{varepsilon_q}{varepsilon}

Sie ist also definiert als Verhältnis aus relativer Dickenänderung Δd/d zur relativen Längenänderung Δl/l bei Einwirkung einer äußeren Kraft (Bild 1).Die Querkontraktionszahl beträgt bei Gusseisen mit Lamellengraphit 0,26; bei Gusseisen mit Kugelgraphit 0,28 bis 0,29). Sie ist eine dimensionslose Materialkonstante.

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