Schmelzleistung

Flüssigmetallmenge, welche der jeweilige Schmelzofen in einer gegebenen Zeit zu schmelzen vermag. Die Schmelzleistung wird in der Regel in Tonnen/Stunde angegeben.

Die Schmelzleistung eines Kupolofen ist in der Hauptsache eine Funktion von Koks - und Windmenge, wobei die Koksqualität und -stückigkeit als konstant angesehen werden sollen.

Eine vereinfachte Vorstellung der Vorgänge im Ofen macht dies leicht verständlich. Nur dann kann Eisen des nachfolgenden Satzes in die Schmelzzone gelangen, wenn der Koks aus dem vorhergehenden Satz verbrannt ist. Das geschieht umso schneller, je niedriger der Kokssatz und je größer die Windmenge ist. Die Schmelzleistung steigt also bei Erhöhung der Windmenge bei konstantem Kokssatz sowie bei konstanter Windmenge und vermindertem Kokssatz. Wird einer dieser Faktoren gegenteilig gelindert, so fällt die Schmelzleistung.

Windmenge und Schmelzleistung stehen bei konstantem Kokssatz in einem linearen Verhältnis zueinander. Bereits E. Piwowarsky und K. Krämer haben festgestellt, dass dem bei verschiedenen Kokssatzmengen durch Verminderung der Windmenge erreichbaren Temperaturmaximum jeweils die gleiche Schmelzleistung zugeordnet ist.

Weiterführende Stichworte:
Kupolofen-Netzdiagramm
Satzkoks

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