Trockeneisstrahlgerät

Gerät bzw. Einrichtung zum Strahlen mit festem Kohlendioxid (CO2, siehe Trockeneis).

Das Trockeneisstrahlgerät besteht aus dem Strahlgerät mit dem CO2-Pellets-Behälter (Bild 1) und dem Anschluss zur Druckluftversorgung und einer Strahlpistole (Bild 2) bzw. einem Strahlschlauch (ASCO bietet Strahlgeräte mit Ein- und Zweischlauchsystem an (jeweils mit positiven Druck). In Giessereien werden vor allem das leistungsstärkste Einschlauchsytem (ASCOJET 1701) und das 2-Schlauchsystem (ASCOJET 2001RX) eingesetzt.. Mit der Strahlpistole werden Trockeneis-Pellets auf die zu reinigenden Oberflächen gesprüht. Die technischen Daten eines Strahlgerätes gehen aus Tabelle 1 hervor.

Verwendung

Mit einem Trockeneistrahlgerät und mit dem Prinzip des Trockeneisstrahlens können grundsätzlich alle Materialien entfernt werden, die auf Temperaturunterschiede stark reagieren. Farben, Lacke, Klebstoffe, Öl-, Wachs- und Trennmittelrückstände, Bitumen, Kunststoffablagerungen und -Schaum (z. B. PU) usw. werden problemlos und ohne Oberflächenbeschädigung entfernt. Auch empfindliche Objekte wie Schalttafeln oder andere elektrische Komponenten können gereinigt werden. Das Trockeneisstrahlverfahren gilt als nicht abrasiv, d.h. die gereinigten Oberflächen werden im Gegensatz zu herkömmlichen Strahlmethoden mit Sand oder Glasperlen nicht beschädigt oder verändert. Der Einsatz eines Trockeneisstrahlgerätes empfiehlt sich daher besonders für die schonende Reinigung von Formen aller Art (z. B. Kokillen, Kernkästen, Druckgießformen etc.). So werden beispielsweise auch Schließflächen bei Kokillen nicht abgerundet und eine Gratbildung wird so vermieden.

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