Wasserstoffbestimmung

Analyse des Wasserstoffgehaltes insbesondere in Metallschmelzen (s. Chapel-Verfahren, Heißextraktionsverfahren).

Wasserstoff kann in sehr hohen Konzentrationen im flüssigen Aluminium gelöst werden. Da die Wasserstofflöslichkeit beim Übergang vom flüssigen in den festen Zustand drastisch abnimmt, führen hohe Wasserstoffkonzentrationen zu Gasporosität im Gussstück, wobei dies auch bei Druckgussteil in dickwandigeren Bereichen auftreten kann.

Sollen Gussteile verschweißt werden, so wird sich auch der atomar gelöste Wasserstoff in Form von Gasblasen beim Wiederaufschmelzen ausscheiden, was ebenfalls bei höheren Konzentrationen zur Gasentwicklung und zum Aufblähen der Schweißnaht führt (relevant bei vakuumunterstütztem Druckguss bzw. für schweißbare und wärmebehandelte Druckgussteile, siehe Schweißen von Druckgussteilen).

Auch bei Stählen ist eine genaue Kenntnis des Wasserstoffgehaltes wichtig. Je nach den Abkühlbedingungen der Gießform und den zu überwindenden Diffusionswegen kann der Wasserstoff im erstarrenden Gefüge eingeschlossen bleiben und Porosität verursachen.

Weiterführende Stichworte:
Wasserstoffporen
Wasserstoffporosität
Rotorentgasung

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