Harzumhüllter Sand

Formstoff zur Herstellung von Maskenformen (Croningformen) und -kernen, welcher bei der Aufbereitung kalt (Kaltharzverfahren), warm oder heiß umhüllt werden kann.

Das heute wichtigste Aufbereitungsverfahren für diese Sande ist die Heißumhüllung, welches praktisch einer Schmelzumhüllung gleichzusetzen ist.

Dabei wird in einer speziellen Aufheizeinrichtung der Quarzsand auf Temperaturen von 120 bis 150 °C erwärmt. Der heiße Sand wird zusammen mit dem festen, schuppenförmigen Phenolharz in einem Kernsandmischer vermengt, das Harz schmilzt auf und umhüllt die Quarzkörner.

Dieser Verfahrensschritt wird als Vormischen (Vormischzeit 40 bis 60 s) bezeichnet. Anschließend erfolgt die Zugabe des in Wasser gelösten Hexamethylentetramin und des Stearatanteils (siehe Kalziumstearat). Die Mischzeit beträgt in dieser zweiten Stufe 60 bis 120 s. Temperatur und Nachmischzeit üben einen bedeutenden Einfluss auf die Formteileigenschaften nach der Härtung aus.

Mit der anschließenden Kühlung des Formstoffes auf 70 bis 80 °C wird der Härteprozess gebremst. Nach Entleeren des Mischers wird der noch klumpige Formstoff auf einem Schwingsieb zerkleinert, es entsteht ein gut rieselfähiger Formstoff, der anschließend auf ca. 40 °C abgekühlt wird.

Weiterführende Stichworte:
Kaltharz-Formanlage
Kaltharzformlinie
Organische Bindersysteme
Anorganische Bindersysteme
Formherstellung
Formverfahren




Zurück zur Übersicht