Lichtbogenofen

Elektroofen zum Schmelzen von Metallen, wobei die erforderliche Wärme von einem elektrischen Lichtbogen abgegeben wird. Zur Erzeugung des Lichtbogens dienen Kohleelektroden. Der Lichtbogenofen  ist ein Aggregat zum Einschmelzen von Stahlschrott zur erneuten Verwendung als Stahl-Neuprodukt. Häufig wird auch die englische Bezeichnung Electric Arc Furnace (EAF) verwendet.

Beim Lichtbogenofenprozess wird elektrische Energie zum Aufschmelzen des Einsatzgutes eingesetzt. Dabei wird ein großer Teil der Gesamtenergie in thermische Energie (bis 3500 °C) umgesetzt, die zum Aufschmelzen des Einsatzgutes führt; ein weiterer Anteil führt zur Erwärmung der Ofenzustellung. 

Die Wärme über dem Lichtbogen, der zwischen der Elektrode und dem Einsatzgut brennt, wird hauptsächlich durch Strahlung auf das Einsatzgut übertragen. Beim heute am häufigsten eingesetzten Wechselstrom-Lichtbogenofen brennen mehrere Lichtbögen zwischen dem Einsatzgut (bzw. der Schmelze) und der Elektrodenspitze der drei Elektroden (Bild 1). 

  • Bild 1. Schematische Darstellung des Lichtbogenofens,
  • Bild 2. X-Melt® Lichtbogenofen von SMS Simag; diese Lichtbogenöfen zeichnen sich durch modularen Aufbau, standardisierte Baugruppen und wartungsarme Ausführung aus
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