Manipulator-Strahlanlagen

Diese Anlagen zeichnen sich durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten und hervorragende Strahlwirkung in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern aus. Klassische Einsatzbeispiele sind: Entsanden, Entgraten, Oberflächenveredelung von Kurbelgehäusen, Zylinderköpfen und andere Fahrzeugteilen aus Leichtmetall.

Das Anlagenkonzept sieht unterschiedliche Basisversionen in Modulbauweise vor. Die Anforderungen hinsichtlich Leistung und verfügbarem Platz können so maximal berücksichtigt werden. Die Anlagen können mit Luftstrahlstationen kombiniert in automatische Putzlinien integriert werden.
Manipulatoren mit ein- oder zweiachsigen Greifern nehmen die Werkstücke auf und führen sie durch die Anlage (Bild 1, Wheelabrator Group). Die Greifwerkzeuge passen sich automatisch den Werkstückformen an, so dass einzelne oder mehrere Teile aufgenommen werden können (Bild 2, Wheelabrator Group). Mit der Beschickungsvorrichtung oder einem Industrieroboter werden die ungestrahlten Teile in den Manipulator gelegt und eingespannt. Vollautomatisch arbeitende Maschinen sind mit Werkstück-Erkennungssystemen ausgerüstet, über welche die Strahlparameter (Strahlzeit, Bewegungsablauf der Teile im Strahlfächer, Anzahl zugeschaltete Schleuderräder, Entleerzeit) gesteuert werden.

Manche Strahlmaschinen sind mit zwei Manipulatoren ausgerüstet. Größe und Tragkraft der Manipulatorzangen können auf das Strahlgut abgestimmt werden. Dank Platz sparender Bauweise können derartige Strahlmaschinen problemlos in bestehende Anlagen integriert werden. Bei diesen Strahlmaschinen ist immer ein Manipulator im Strahlraum, während der zweite beschickt oder entladen wird (Bild 3, Wheelabrator Group). Das vollständige Strahlen erfolgt in einem Arbeitsgang. Im Gussteil verbliebenes Strahlmittel wird innerhalb der Maschine entleert.

Manipulator Strahlanlagen zeichnen sich durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten und gute Strahlwirkung aus: Selbst schwer zugängliche Innenräume werden zuverlässig behandelt, ohne dass sie sich mit Strahlmittel füllen. Ein Beispiel zeigt die Bild 4 (Wheelabrator Group).

Das Konzept Roboterstrahlen wurde mittlerweile in etlichen Varianten umgesetzt. Bild 5 zeigt eine Anlagenkonfiguration für das Entgraten und der Feinbearbeitung der Oberfläche von Aluminiumdruckgussteilen. Das zum Patent angemeldete Abdichtsystem ist eine herausragende Besonderheit dieser Roboterstrahlanlage. Der Roboter setzt mit der Andock-Scheibe auf der Strahlanlagenöffnung auf und dichtet sie dadurch ab. Damit werden durch das Wegfallen jeglicher mechanischer Verriegelungsmechanismen kürzere Taktzeiten bei gleichzeitiger Minimierung der Reparatur- und Verschleißanfälligkeit garantiert.

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