Gießkeilprobe

Zur Überprüfung der Weißeinstrahlungstiefe keilförmiges gegossenes Probestück, speziell zur Kontrolle bei Gusseisen.

Die Probeform wird in Grünsand oder Kernsand gefertigt, mit der zu prüfenden Schmelze gegossen und danach gebrochen. Beim unlegierten grauen Gusseisen lässt sich aus dem Bruchaussehen bzw. aus der Tiefe der Weißeinstrahlung indirekt und näherungsweise der Sättigungsgrad bestimmen (Bilder 1 und 2 nach Sipp-Roll).

Bild 3 zeigt Beispiele gebrochener Gießkeile. Eine in Kernsand geformte Keilprobe (nach K. Wagner und W. Friedrich) zeigt Bild 4.

Weiterführende Literatur:

Gusseisen mit Lamellengrafit
Gefügeausbildung von Gusseisen
Metallische Grundmasse von Gusseisen
Umgekehrte Weißeinstrahlung
Weißerstarrung

  • Bild 1: Gießkeilprobe für Gusseisen nach Sipp-Roll
  • Bild 2: Auswertung der Keilprobe nach Sipp-Roll
  • Bild 3: Beispiele gebrochener Keilproben (links vollständige Weißeinstrahlung, rechts fast vollständige Grauerstarrung)
  • Bild 4: Kernsandform für eine Gießkeilprobe (nach K. Wagner und W. Friedrich)
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