Kokille

Metallische Dauerform zur wiederholten Herstellung von Formgusserzeugnissen (Bild 1), im erweiterten Sinne auch grafitische oder metallische Dauerform zur Herstellung von Schleuderguss und Strangguss. Schleudergusskokillen können erforderlichenfalls mit feuerfesten Massen beschichtet sein. 

Auch in Sandformen eingebaute Schreckplatten und Schreckschalen werden aus gießereitechnischer Sicht als Kokillen bezeichnet. Einzelheiten sind auch  unter den Begriffen Kokillengießverfahren und Strangguss zu finden.

Außerdem unterscheidet man zwischen der Vollkokille, bei der alle Gussstückaußenflächen von der Dauerform gebildet werden, sowie der Halb- oder Gemischtkokille, bei der auch Außenkerne aus Sandformstoffen verwendet werden.

  • Bild 1: Zweiteilige Kokille im aufgefahrenen Zustand mit rot glühendem, aber bereits gestaltfestem Gussteil (Quelle: Rexroth Guss, Lohr),
  • Bild 2: Kokille für Blockguss (Quelle: Frank Vincentz - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12095302)
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