Sievertsches Gesetz

Das Sievertsche (Quadratwurzel)-Gesetz besagt, dass sich bei gegebener Temperatur die Löslichkeit eines zweiatomigen Gases in der Schmelze mit der Quadratwurzel seines Druckes ändert.

Das Gesetz hat somit Bedeutung für die Bestimmung der Gaslöslichkeit in Metallschmelzen. Die Konzentration eines in der Schmelze gelösten zweiatomigen Gases ist demnach proportional gegenüber seinem Partialdruck über der Schmelze. Für die Konzentration des in einer Schmelze gelösten Wasserstoffes lässt sich somit nach Glg. 1 schreiben:

Glg. 1:
H_{gel"ost} = C cdot sqrt{{p_H}_2}

C = Temperatur- und legierungsabhängige Konstante; pH2 = Wasserstoffpartialdruck über der SchmelzeDer Zusammenhang nach Glg. 1 wird u. a. dazu benutzt, den Wasserstoffgehalt in einer Schmelze zu bestimmen (siehe auch Wasserstofflöslichkeit, Wasserstoffbestimmung, Chapel-Verfahren).

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