Imprägnieren

Beseitigung von Porositätsfehlern (Mikroporosität, Schwindungsporosität) in Gussstücken durch Abdichten. Die Behandlung im Vakuum und unter Druck hat sich dabei im Gegensatz zur Behandlung mit erzwungener Durchströmung als besonders wirksam erwiesen.

Von den zur Imprägnierung verwendeten Abdichtungsmitteln, wie Wasserglas, Ammoniumchlorid, Epoxidharze, Phenolharze und plastische Harze auf Polyesterbasis, haben sich einige der zuletzt genannten Gruppe sowohl in rein technologischer als auch in wirtschaftlicher Sicht als besonders geeignet bewährt.

Auch anaerobe Flüssigkunststoffe werden verwendet: Sie bleiben flüssig, solange Sauerstoff Zutritt hat; erst wenn Sauerstoff fehlt, beginnt die Härtung. Zur Imprägnierung werden vorzugsweise Vakuumanlagen benutzt. Der Unterdruck bewirkt, dass die Imprägnierflüssigkeit in die Poren der zu behandelnden Teile eingesaugt wird. Die Bilder 1 und 2 (Ing. Hubert Maldaner GmbH) zeigen Beispiele von Imprägnieranlagen.

Eine Imprägnierung undichter Gussstücke ist im Allgemeinen nur dann zulässig, wenn zur Gussherstellung Verfahren angewandt werden, bei denen sich Porositätsfehler nach dem heutigen Stand der Technik nicht vermeiden lassen. Dies trifft in der Regel nur bei Druckgusserzeugnissen zu, doch gibt es auch hier Verfahren, welche die Herstellung porenarmer oder nahezu porenfreier Gusstücke ermöglichen (Vacural-Verfahren, Vakuumunterstütztes Druckgießen).

Somit sollte das Imprägnieren in erster Linie vorsorglich angewandt werden, um zu sicher zu stellen, dass Gussteile, die druckdicht sein sollen, diese Funktion auch erfüllen. Hinsichtlich der Produkthaftung muss das Imprägnieren von Gusstücken jeweils mit dem Kunden vereinbart sein.

 Die Bildfolge und das Video veranschaulicht das Maldaner Imprägniersystem / (Ing. Hubert Maldaner GmbH)

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