Verdrängungsverfahren

Verfahren zur Untersuchung der Erstarrungsmorphologie, wobei hier die Untersuchungsmethode auf dem Prinzip der Verdrängung der Restschmelze von den schon erstarrten Kristallit beruht.

Das Gelingen dieser Methode erfordert eine Reihe von Bedingungen:

a) Die zur Verdrängung benutzte Flüssigkeit muss eine geringe Löslichkeit in der zu untersuchenden Schmelze haben.

b) Die Dichte der Verdrängungsschmelze muss größer sein als die Dichte der Versuchsschmelze. Nur so kann diese aus der teilerstarrten Zone der Erstarrungsfront nach oben verdrängt werden.

c) Der Schmelzpunkt der Verdrängungslegierung muss geringer sein als der der Versuchsschmelze, d. h. die bereits erstarrten Kristallite dürfen nicht wieder aufschmelzen.

Bei Al- oder Cu-Legierungen wird häufig flüssiges Blei verwendet, bei Gusseisen kann als Verdrängungsschmelze auch Kupfer benutzt werden (nach S. Engler, P. Reisener).

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