Gießbehälter

Behälter zur Aufnahme der Gießkammer in Warmkammer-Druckgießmaschinen für den Zink- und Magnesiumdruckguss (Bild 1).

Der Gießbehälter ist in der Schmelze des Gießofens eingetaucht und Bestandteil der Gießeinheit (s. Gießantrieb).

Über einen Siphon wird die Schmelze an das Mundstück zur festen Formhälfte herangeführt (Bild 2). Die Gießbehälter werden aus Warmarbeitsstahl in geschmiedeter und gegossener Ausführung gefertigt. Die geschmiedeten Gießbehälter haben eine höhere Homogenität im Werkstoff, während die gegossenen durch gleichmäßige Wandstärkenübergänge weniger anfällig für Spannungsrisse sind. Der Gießbehälter ist als Verschleißteil austauschbar. Bei Zinkgießbehältern wird bei Erreichen der Verschleißgrenze die Gießkammer ausgetauscht (Bild 3), bei Magnesium wird die Bohrung im Gießbehälter auf das nächstmögliche Maß aufgehohnt. Bei geöffneter Druckgießform fließt die Metallschmelze aus der Düse wieder in den Gießbehälter zurück.


  • Bild 1: Gießbehälter der Fa. Brondolin Spa für eine Zink-Warmkammerdruckgießmaschine der Fa. Oskar Frech GmbH
  • Bild 2: Gießbehälter einer Warmkammer-Druckgießmaschine, Siphon, Hersteller Fa. Stahlwerk Stahlschmidt GmbH
  • Bild 3: Gießbehälter mit eingeschrumpfter Gießkammer, Hersteller Fa. Stahlwerk Stahlschmidt GmbH
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