Strahlmittel

In einer Strahlanlage (z. B. Hängebahn-Strahlanlage, Drahtgurt-Durchlaufstrahlanlage, Trommelstrahlanlage …) verwendete körnige Materialien, die mit den zu behandelnden Gussteile in Verbindung (geblasen, geschossen, geschleudert) gebracht werden und dabei die Strahl- bzw. Putzarbeit verrichten.

Eine Ausnahme bildet hierbei die Verfestigungsstrahl– Verfahren wie Shotpeening und Kaltverfestigung.

Die Art der Strahlmittel unterscheidet man in

Für die Auswahl der Strahlmittel sollten folgende Bedingungen erfüllt sein:

Hohe Verschleißbeständigkeit (Strahlmittelprüfung). Die kinetische Energie des Strahlmittels hängt im Wesentlichen von deren Korngröße ab und verringert sich deutlich mit zunehmender Kornaufspaltung.

Die Korngröße muss in Abhängigkeit der Auftreffdichte der Strahlmittelkörner ermittelt werden, da bei einem zu groben Korn die Gefahr eines Verziehens und einer zu starken Aufrauhung besteht.

Außerdem wird keine ausreichende Abdeckung der gesamten Oberfläche mit Strahlmittel gewährleistet.

Die gegenläufigen Forderungen – hohe kinetische Energie bei ausreichendem Überdeckungsgrad – wird am besten mit einer sogenannten Betriebsmischung gerecht. Dabei bildet sich während des Betriebes der Strahlanlage ein Gemisch aus verschiedenen Korngrößen.

Somit gibt es für jede Strahlarbeit eine optimale Korngröße, die beide Forderungen erfüllt.

Die Oberfläche der Gussteile darf beim Strahlen nicht unnötig stark aufgeraut werden und sie muss gleichmäßige Qualität aufweisen (Oberflächengüte).

Das Strahlmittel muss in Anhängigkeit des zu strahlenden Gusswerkstoffes die richtige Härte und Zähigkeit besitzen.

Weiterführende Stichworte:
Metallische Strahlmittel
Nichtmetallische Strahlmittel
Hängebahn-Strahlanlage
Drahtgurt-Strahlanlage

  • Bild 1: Beispiel eines metallischen Strahlmittels (VULKAN INOX GmbH),
  • Bild 2: Beispiel eines nichtmetallischen Strahlmittels – Korund (Airblast-Abrasives B.V.)