Dauerform



In der Regel metallische oder aber auch keramische Formen, die wiederholt für Abgüsse verwendet werden und die beim oder nach dem Abguss nicht zerstört werden. Metallische Dauerformen werden auch Kokillen genannt. Die Dauerformen sollten im Produktionsprozess weder eine Veränderung der Oberflächengüte noch der geometrischen Abmessungen aufweisen.

Dauerformen sind sehr hohen Temperaturen und Temperaturwechselbeanspruchungen ausgesetzt (z. B. beim Messing-Druckguss), weshalb an ihre Wärmeleitfähigkeit sowie ihre Beständigkeit gegen Temperaturwechsel hohe Anforderungen gestellt werden.

Geeignete Werkstoffe für Dauerformen sind Gusseisen, Stähle (insbesondere Warmarbeitsstähle, z. B. 1.2343, 1.2344), Messing, Kupfer sowie temperaturbeständige Grafit-Ton-Gemische. Für niedrigschmelzende Metalle können auch Dauerformen aus Leichtmetallen verwendet werden. Vereinzelt finden auch gesinterte Hartmetalle oder Werkstoffverbunde und Refraktärmetalle ihren Einsatz im Formenbau. Metallische Dauerformen müssen bei hoher thermischer Beanspruchung gekühlt werden (z. B. Stranggusskokillen, Druckgießformen). Zur gezielten Regelung der Abkühlungsgeschwindigkeit der jeweiligen Gussteile und zur Vermeidung hoher Temperaturgradienten im Werkstoff werden Dauerformen auch vorgewärmt (s. a. Formtemperierung).

Weiterführende Stichworte:
Dauerformguss
Gegendruck-Gießverfahren
Kippkokillengießverfahren
Kokillengießverfahren
Niederdruck-Kokillengießverfahren

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